Vom Überleben ins Leben
Ambulant betreutes Wohnen für Menschen mit psychischer Erkrankung,
Trauma und Traumafolgen in Kassel und im Schwalm-eder-kreis
- Eigenständig und selbstbestimmt leben-
Jeder dritte Mensch erkrankt im Laufe des Lebens an einer psychischen Erkrankung. Traumatische Erfahrungen verändern das Leben eines Menschen oft schlagartig. Von einen auf den anderen Moment ist es nicht mehr das, was es vorher war. Auch wenn die Ereignisse in der Vergangenheit liegen, sind die Auswirkungen in vielfältiger Form lebendig und haben gravierende Auswirkungen auf die Gestaltung des Lebens.
Es bedarf einer Menge Kraft, Mut und Ausdauer, um ins Leben zurückzufinden. Dies alleine zu bewerkstelligen ist keine leichtes Unterfangen. Die richtige Unterstützung zu erhalten, gestaltet sich als zeitintensiv und aufreibend.
Mit einem Trauma zu leben, bedeutet, den Alltag unter besonderen Bedingungen bewältigen zu müssen. Erinnerungen können plötzlich auftauchen, Gefühle können überwältigend sein - und sich wie abgeschnitten anfühlen. Ständige Anspannung, innere Erschöpfung oder dem Gefühl von Betäubung.
Häufig ist der Alltag voller unsichtbarer Herausforderungen: Termine wahrnehmen, den Haushalt organisieren, soziale Kontakte pflegen... - all das kostet viel mehr Kraft als von außen sichtbar ist. Diese Erfahrungen sind keine Schwäche. Sie zegen, wie sehr Körper und Psyche versucht haben, in schwierigen Situationen zu überleben.
Mit einem Trauma zu leben, bedeutet, Tag für Tag große Arbeit zu leisten. Viele dieser Anstrengungen bleiben nach außen unsichtbar. Umso wichtiger ist es, dass es Orte gibt, an denen all die Kraftanstrengungen gesehen und anerkannt werden.
Sich sicher zu fühlen, ist nicht selbstverständlich - besonders dann nicht, wenn man belastende Erfahrungen gemacht hat. Oft ist der Körper in Alarmbereitschaft, Gedanken kreisen und es kann schwerfallen zu vertrauen und zur Ruhe zu kommen.
Es gibt die Möglichkeit, neue Erfahrungen zu machen. Es geht um Entlastung, Sicherheit und individuelle Unterstützung. Sie soll dabei unterstützen, trotz Traumafolgestörungen ein stabiles, selbstbestimmtes Leben zu führen – alltagsnah, traumasensibel und so, dass Teilhabe möglich wird. Sie schafft Sicherheit, Orientierung und hilft dabei, Dinge überhaupt (wieder) umsetzen zu können. Die Ziele sind so individuell wie es Menschen gibt.
Häufig gestellte Fragen
Sicherheit und Orientierung
Jemand steht an der Seite, wenn alles zuviel wird.
Anerkennung und Wertschätzung
Bisherigen Schritte und das Durchhalten werden gesehen, anerkannt und wertgeschätzt.
Stabilisierung
Gemeinsam finden wir Hilfen, die Halt geben und stärken.
Selbstbestimmung
Sie entscheiden, in welchem Tempo Sie gehen und welche Themen wichtig sind.
Zuverlässigkeit
Feste Termine und klare Absprachen, auf die Sie sich verlassen können.
Respektvolle Begegnung
Sie werden mit Ihrer Geschichte, Ihren Gefühlen und Bedürfnissen akzeptiert.