"Geduld ist das Schwerste und das Einzige, was zu lernen sich lohnt. Alle Natur, alles Wachstum, aller Friede, alles Gedeihen und Schöne in der Welt beruht auf Geduld, braucht Zeit, braucht Stille, braucht Vertrauen." – Hermann Hesse 

Aus - und Weiterbildung

  • Staatl. anerk. Erzieherin, Fachschule für Sozialpädagogik Papenburg
  • Gestalttherapie, Symbolon Institut Nürnberg


Fortbildung und Praxis

  • Praxis der 5-Rhythmen, Tom Schulz, Hamburg
  • Contact-Improvisation, Katja Bahini, Kassel 
  • Embodiment & NARM, BodyMindPresence, Bielefeld
  • Themenkomplex Psychische Erkrankungen, MLS Goslar 
  • Themenkomplex Dissoziative Identitätsstörung, LWL Warstein 
  • Einführung Psychotraumatologie, Traumazentrum Kassel


Tätigkeitsfeld

  • Stationäre Kinder- und Jugendhilfe, Psychiatrische Nachsorge
  • Begleitung von erwachsenen Menschen mit seelischen und körperlichen Behinderungen
  • Begleitung von erwachsenen Menschen mit psychischen Erkrankungen, Trauma und Traumafolgen



Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Trauma und Dissoziation (DGTD)


Ich bilde mich kontinuierlich weiter, nehme an Intervision und Fallsupervisionen teil. 

Motivation

An der Tätigkeit mit seelisch verwundeten Kindern und Jugendlichen hat mich besonders berührt, mit welcher Kraft, Liebe und inneren Würde selbst die Kleinsten ihrem Leben begegnen. In ihnen ist etwas sicht- und spürbar, dass unzer-störbar ist - eine leise, tiefe Lebenskraft, die trotz allem da bleibt.  Diese Erfahrung prägt bis heute meine Haltung in der Begleitung von Menschen.

Hinter jeder Diagnose steht ein Mensch mit einer Geschichte. 
Mit Brüchen, mit Überlebensstrategien, mit ungelebten Möglichkeiten. Wer sich darauf einlässt, begegnet nicht der Erkrankung, sondern einem Gegenüber, das lange darum gerungen hat, gesehen zu werden - jenseits von Symptomen und Zuschreibungen. Diese Tätigkeit verlangt Fachwissen, Haltung und Geduld. Die Bereitschaft, auch das Unausgesprochene wahrzunehmen. Und sie belohnt genau das mit Momenten echter Verbindung. Mit kleinen, unspektakulären Schritten, die in Wahrheit große innere Bewegungen sind. Mit Vertrauen, das nicht selbstverständlich ist - und gerade deshalb so kostbar. 


Trotz aller schmerzhaften Erfahrungen bleibt in jedem Menschen etwas, das unversehrt ist - eine Lebenskraft, die trägt, auch wenn sie manchmal kaum spürbar zu sein scheint. Diese innere Kraft zeigt sich oft unscheinbar - in einem Atemzug, einem Blick, einer kleinen Bewegung, in dem zaghaften Wunsch, weiterzugehen. In meiner Arbeit vertraue ich auf diese stille Lebenskraft. Sie ist für mich der Boden, auf dem Heilung wachsen kann. Ich begleite Menschen dabei, wieder in Kontakt zu kommen mit diesem stillen, aber kraftvollen Strom des Lebens.

Die gestalttherapeutische Weiterbildung hat meine Haltung geschult, vom Hier und Jetzt auszugehen - von Begegnung , Achtsamkeit und dem Vertrauen, dass Veränderung dort beginnt, wo wir uns selbst wahrnehmen dürfen. 

Kraftquellen

Das Werkeln an ausrangierten Möbelstücken und anderem Sammelsurium, führt mich immer wieder zurück in die Werkstatt. Hier entsteht Neues aus Altem. Dieses Tun erinnert mich daran, dass nichts verloren ist. Etwas Altes verwandelt sich, bekommt einen neuen Sinn und einen neuen Platz. 

Ich liebe körperliche Bewegung und den Tanz - besonders die 5Rhythmen, Ecstatic dance und Contactimprovisation. Bewegung, Körperarbeit und Ausdruck sind Wege, wieder in Kontakt mit sich zu kommen, wieder in Beziehung mit sich zu kommen - lebendig, frei und geerdet. 


Die Natur ist für mich ein Ort des Ankommens und des Erinnerns. In ihr liegt Stille und Kraft, besonders in den kleinen Dingen: dem Rascheln der Blätter, dem Duft nach Erde nach dem Regen. Die Natur lehrt, dass alles seinen Rhythmus hat - Zeiten des Wachsens und Zeiten des Ruhens. Sie errinnert daran, dass Heilung entsteht, wenn genug Raum und Vertrauen da sind.